Die Zukunft immersiver Technologien: 5 zentrale XR- und KI-Trends für 2025

Mit dem Ende der Technologiesaison bringt das Team von  tsukat  mehr als nur LinkedIn-Kontakte und Werbematerialien zurück. Wir kommen mit einem klaren Bild davon zurück, wie Branchen die Landschaft der Extended Reality (XR) und Künstlichen Intelligenz (KI) navigieren – und was das für 2025 bedeutet. Hier sind unsere Erkenntnisse.

Erkenntnisse von Tech-Events

Technischer Direktor, Taras Khapko, auf der VISION-Veranstaltung in Stuttgart

Trotz des rasanten technologischen Fortschritts in vielen Branchen – wie Gesundheitswesen, Immobilien und Bildung – zögern manche Unternehmen noch, XR- und KI-Innovationen vollständig einzuführen. Gründe dafür sind vielfältig: von schwerfälligen, papierintensiven internen Prozessen über mangelndes technisches Know-how bis hin zu Skepsis bezüglich der Zuverlässigkeit dieser Lösungen. Auch wenn diese Bedenken nachvollziehbar sind, zeigen unsere Kundenerfahrungen und Branchendaten zunehmend, dass die Vorteile neuer Technologien die Nachteile überwiegen.

Dieses Zögern weicht jedoch einer spürbaren technologischen Akzeptanz. So berichtet Universal Robots, dass 54 % der Hersteller KI-Tools einsetzen, um die Produktqualität zu verbessern – in dem Bewusstsein, dass höhere Qualität zu mehr Kundenzufriedenheit und weniger Rücksendungen oder Defekten führt. Auf jüngsten Branchenveranstaltungen traf unser Team zahlreiche Vertreter, die bereits KI- und XR-Technologien in ihre Arbeitsabläufe integriert haben, teils sogar mit speziellen VR-Trainingsräumen für Mitarbeiter.

Aus diesen Gesprächen und Praxisbeispielen wird klar: Immer mehr Unternehmen öffnen sich neuen Technologien. Diese positive Entwicklung, gestützt durch aktuelle Daten und Branchenführer, bildet die Grundlage für Trends, die 2025 und darüber hinaus prägen werden.

1.  WebAR läutet eine neue Ära ein 

Illustration of our WebAR Experience – Real-Time AR Exterior Tracking

Webbasierte Augmented Reality (WebAR) hat die Zugänglichkeit von AR revolutioniert, da Nutzer direkt über ihre Webbrowser interagieren können – ganz ohne spezielle Apps. Unabhängig vom Gerät oder Betriebssystem können Inhalte sofort genutzt werden. Diese einfache Handhabung macht AR so benutzerfreundlich und zugänglich wie nie zuvor.

Ein anschauliches Beispiel ist Burberrys AR-Shopping, das mit Google-Suchtechnologie betrieben wird. Kunden können Produkte in ihrer realen Umgebung visualisieren, was das Online-Shopping-Erlebnis aufwertet und zeigt, wie AR Umsatzwachstum im E-Commerce fördern kann. Während Unternehmen früher separate Apps für iOS und Android entwickeln mussten, macht WebAR dies überflüssig – Entwicklungskosten sinken, Prozesse werden verschlankt, und die Nutzererfahrung bleibt einheitlich.

2. 5G für schnellere und nahtlose VR-Erlebnisse

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Mit der Weiterentwicklung von AR und VR braucht es eine leistungsstarke Infrastruktur – hier kommt 5G ins Spiel. Die fünfte Mobilfunkgeneration bietet weit mehr als schnellere Nachrichten oder Webzugriffe. Im Gegensatz zu 4G mit großen Sendemasten setzt 5G auf zahlreiche kleine Stationen, die Signale gezielt und stabil übertragen. Ergebnis: höhere Geschwindigkeiten, geringere Latenz, mehr Kapazität und größere Zuverlässigkeit.

Für AR und VR bedeutet das: Live-Trainings in kritischen Bereichen wie der Medizin werden revolutioniert. Chirurgen können Operationstechniken virtuell üben – ohne Risiko für Patienten. Auch bei Architektur- und Designprojekten ermöglicht 5G nahtlose Zusammenarbeit über Standorte hinweg. Teams können Bauwerke in Echtzeit visualisieren und dadurch kreativer und effizienter arbeiten.

3. Der Aufstieg von KI-Personas

Illustration aus unserem Projekt – KI-Persona für eine Ausstellung

KI-Personas oder digitale Klone kombinieren 3D-Avatare mit Sprach-zu-Text- und Text-zu-Sprach-Technologien. Sie stellen eine neue Generation virtueller Assistenten dar, die die Grenze zwischen physischer und virtueller Welt verwischen. Sie können als interaktive Erzähler auf Messen fungieren, Besucherfragen beantworten, Schulungen begleiten und mehr – in Echtzeit, konsistent und lebensecht.

Bei tsukat haben wir dies bereits mit Zeus umgesetzt, einer KI-Persona für unseren Kunden ActiveMe. Zeus interagierte mit Tausenden Besuchern und erzählte Geschichten vom versunkenen Königreich Atlantis. Vorteile: 24/7-Verfügbarkeit, konsistente Antworten, vorab definierte Charaktere, parallele Bearbeitung mehrerer Anfragen. Mit minimalen Nutzerdaten können KI-Personas sogar überzeugender wirken als Menschen.

4. Die Evolution tragbarer AR/VR-Geräte

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Die Hardware für VR hat sich enorm entwickelt: von sperrigen, teuren Geräten hin zu leichten, benutzerfreundlichen und erschwinglichen Modellen.

Ein wichtiger Meilenstein war Apples Vision Pro (Juni 2023). Trotz innovativer 4K-Linsen fand er keinen Massenmarkt, setzte jedoch neue Maßstäbe für Mixed-Reality-Technologien. Gleichzeitig arbeitet Meta an den Orion AR-Brillen mit Magnesiumrahmen, sieben integrierten Kameras, Micro-LED-Displays und Eye-Tracking. Gesteuert wird das Ganze über ein EMG-Armband, das feinste Handbewegungen erkennt – ein Schritt zu nahtloser Interaktion.

Parallel deutet die Verpflichtung von Caitlin Kalinowski (ehem. Leiterin für AR-Brillenhardware bei Meta) durch OpenAI auf neue Ambitionen in der AR-Hardware hin. Diese Entwicklungen eröffnen Raum für innovative Anwendungen und ein wachsendes Nutzerinteresse.

5. KI befeuert XR-Erlebnisse

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KI hält auch in XR Einzug – nicht als Ersatz für Ingenieure, sondern als Verstärker. Sie ermöglicht schnellere Datenverarbeitung, realistischere Interaktionen und adaptive Umgebungen, die intelligent auf Nutzerverhalten reagieren. Technologien wie Objekterkennung, Sprachverarbeitung und personalisierte Inhalte schaffen neue immersive Erfahrungen.

Fazit

XR und KI werden bis 2025 intuitiver, zugänglicher und wirkungsvoller. Lösungen wie WebAR, KI-Personas oder 5G-gestützte Tools markieren den Wendepunkt. Unternehmen, die jetzt investieren, sichern sich klare Wettbewerbsvorteile.

Bei tsukat unterstützen wir Firmen dabei, diese Transformation erfolgreich zu gestalten – mit maßgeschneiderten Lösungen, die echten Mehrwert schaffen. Digitale Transformation bedeutet nicht nur, neue Technologien einzuführen, sondern auch, ihr Zusammenspiel strategisch zu nutzen.